Kurzform des Protokolls vom Treffen am 27.2.2026

Kurzform des Protokoll vom Treffen am Freitag, 27.2.2026 in St. Heinrich
15.30 bis 17.30 Uhr

TOP 1: Begrüßung und Geistliches Wort

Nach der Begrüßung durch Ulrike Leininger hatte Klaus Fabian für das „Geistliche Wort“ die Bibelstelle Jesus und die Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4, 7-26) herausgesucht. Hier zeige sich, dass im Christentum Offenheit und Hoffnung wichtig sind. Und dies müsse auch unseren künftigen Weg bestimmen in der jetzigen schwierigen Zeit für die Kirche (siehe hierzu auch im Anhang: Wahrscheinliche Entwicklung der Kirchen in den nächs-ten zwei Jahrzehnten).

TOP 2: Kurze Befindlichkeitsrunde

Die einzelnen Teilnehmer berichteten kurz von ihrer konkreten Arbeit in der Kirche, ih-ren Erfolgen (vor allem im Dasein für andere Menschen vor Ort) und ihren Enttäuschun-gen (vor allem mit der Amtskirche). Traurig ist man über den weiteren Niedergang der Kirche, doch man will nicht aufgeben, sich in christlicher Weise für Mitmenschen einzu-setzen.

TOP 3: Wahl eines weiteren Sprechers des Münchner Kreises: Klaus Fabian

Nachdem der Sprecher Wolfgang Baldes im Herbst 2025 zurückgetreten war, hat sich Klaus Fabian dankenswerterweise zur Kandidatur für das Sprecheramt bereit erklärt. Er wurde einstimmig (bei zwei Enthaltungen) als weiterer Sprecher gewählt. Klaus Fabian ist Pastoralreferent i.R. und war im Dekanat München-Laim/Sendling Seelsorger für Menschen mit Behinderung.

TOP 4: Weiterer Brief an Dr. Florian Schuppe?

Beim letzten Treffen wurde beschlossen, wieder einen Brief mit unseren Anliegen an Dr. Florian Schuppe, dem Leiter des Synodalen Gremiums zu schreiben.
Zur Erinnerung hier noch einmal unsere Anliegen:
Aus unserer Sicht ist es dringend notwendig, dass vor Ort lebendige Pfarrgemeinden er-halten bleiben können. Dazu ist es wichtig, dass nicht-ordinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im kirchlichen Dienst mehr pastorale Aufgaben übertragen werden, z. B. Taufbefugnis, Eheassistenz, Begräbnisse, Predigten in Eucharistiefeiern, Sterbebeglei-tung mit Krankensalbung.

Der beabsichtige Brief an Dr. Schuppe wurde bisher nicht weggeschickt, weil wir immer noch keine Antwort auf unseren letzten Brief an ihn (vom 1.10.2025) erhalten haben. Außerdem besteht bei den Anwesenden Unklarheit darüber, wie mit unseren Bitten an das Synodale Gremium dort umgegangen wurde. Unklar ist uns auch, wie Kardinal Marx zu unseren Bitten steht. Aus dem Priesterrat wurde uns berichtet, dass der Kardinal kei-ne Notwendigkeit sieht, nicht-ordinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im kirchli-chen Dienst eine Predigtbefugnis bei Eucharistiefeiern zu geben. Diese Erlaubnis muss weiterhin der Ortspfarrer erteilen.

Aus der Presse war zu erfahren, dass das Synodale Gremium unserer Erzdiözese am 29.11.2025 wieder eine Sitzung hatte. Die Pressemitteilung (vom 16.12.2025) des Erzbis-tums zu dieser Sitzung enthielt nur wenige Sätze zu unserem Anliegen. Nur einen ein-zigen Fortschritt konnten wir darin lesen. Im Jahr 2026 soll ein Modell eingeführt werden, das dazu befähigte Ehrenamtliche ermöglicht, die Leitung von kirchlichen Trauerfeiern und Begräbnissen offiziell zu übernehmen. Die Verwirklichung unserer anderen Anlie-gen wird verschoben bzw. muss noch geklärt werden.

Die Anwesenden geben den drei Sprechern den Auftrag, den Brief an Dr. Schuppe noch einmal zu überarbeiten und dann wegzuschicken. Außerdem sollen die drei Spre-cher einen ähnlichen Brief an das Synodale Gremium schicken.

Es wird die Frage gestellt, ob der Münchner Kreis mit Pressemitteilungen mehr an die Öf-fentlichkeit treten solle, um somit öffentlich Reformen in der Kirche voranzutreiben.
Die Diskussion ergibt, dass eine Pressemitteilung des Münchner Kreises mit hoher Wahrscheinlichkeit nur in den Papierkörben von Redakteuren landen würde.
Sinnvoll ist dagegen eine weitere gute Zusammenarbeit in Reformanliegen mit Wir-sind-Kirche. Dort ist redaktionell Christian Weisner verantwortlich, der eine gute Pressearbeit beherrscht und viele Verbindungen zu den Medien hat.
Nichtsdestotrotz sollen sich Christoph Nobs und Franz Hauber bis zum nächsten Treffen Gedanken machen über eine mögliche gute Pressemitteilung und über eine bessere Gestaltung unserer Homepage.

TOP 5: Bericht und Vorschau aus der Pfarrerinitiative Deutschland und dem Netz-werk für eine zukunftsfähige Kirche in der Diözese München und Freising

Die Sprecher des Münchner Kreises sind in regelmäßigem Austausch mit der Pfarrerini-tiative Deutschland. Sie werden auch zu deren Treffen am 16.3.2026 nach Augsburg fahren. Dort wird besprochen, wie man sich mit einem Stand am Katholikentag in Würz-burg vom 13.-17.5.2026 beteiligen kann. Ulrike Leininger, Klaus Fabian und Franz Hau-ber werden nach Würzburg fahren und mitwirken.
Die Pfarrerinitiative Deutschland (hier vor allem Max Stetter) ist weltweit mit reformorien-tierten Pfarrerinitiativen vernetzt. Realistisch muss aber sowohl für Deutschland wie für viele andere Länder auf der Welt festgehalten werden, dass die Mitglieder der Reform-gruppen immer älter werden und bei jüngeren Menschen leider weniger Bereitschaft be-steht, sich in Reformgruppen zu engagieren. Viele Reformgruppen haben sich deshalb in den letzten Jahren aufgelöst. Man glaubte nicht mehr daran, dass die römische Kurie zu echten Reformen in der Kirche bereit ist.
Für die bestehenden Reformgruppen in Deutschland ist es wichtig, gute Wege zu fin-den, dass in den Gemeinden vor Ort Synodalität gelebt und verwirklicht wird.

Ulrike Leininger hält engen Kontakt zum „Netzwerk zukunftsfähige Kirche in der Diözese München und Freising“. Diesem 2021 gegründetem Netzwerk gehören u. a. an: Wir-sind-Kirche, Gemeindeinitiative, Maria 2.0 München, Münchner Kreis, Priester im Dialog, OrdensFrauen für MenschenWürde (OFMW), Diözesanverband Katholische Frauenge-meinschaft Deutschland (kdf), Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB).

Ulrike Leininger hält auch Kontakt zur Initiative berufener Frauen “MagdalenaGO”. Der „Tag der Diakonin + plus“ ist für den 29.4.2026 in München St. Bonifaz geplant. Ulrike Leininger und Franz Hauber haben ihre Teilnahme dazu angemeldet.

Paul Ulbrich von der Gemeindeinitiative berichtet über weitere Vernetzungsaktivitäten. Bewundernswerte Ansätze für eine gelebte Synodalität gibt es in Herrsching und in Augsburg. In Augsburg hat man auch den digitalen Koffer zur Synodalität entwickelt, der den Gemeinden bei der Umsetzung von Synodalität helfen kann. (herunterladbar unter:
https://padlet.com/eweissenhorn/digitaler-koffer-synodalit-t-wir-gestalten-kirche-praktische-bruuxshroj2sbass

International ist Catholic Women‘s Council (CWC) aktiv. Ziel des CWC ist ein globales Netzwerk von römisch-kath. Frauen, Organisationen und Bewegungen, die sich für die Anerkennung der vollen Würde und Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche ein-setzen. (https://www.catholicwomenscouncil.org/).
Paul Ulbricht verwies auf die 54. Bundesversammlung von Wir-sind-Kirche am 7.3.2026 (online) mit dem Titel: „Wir. Machen. Kirche – konkret synodal“.

Ulrike Leininger arbeitet ökumenisch auch zusammen mit Unser-Starkes-Kreuz, einem Angebot der Fachstelle Demokratie und gesellschaftliches Miteinander der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. (https://unser-starkes-kreuz.de/wir-und-partnerorganisationen)

TOP 6: Bereinigung der Unterstützerliste (Christoph Nobs)

Bei unserem letzten Treffen hatte Christoph Nobs angeboten, die Liste unserer Mitglie-der und die Liste unserer Unterstützer zu überarbeiten und auf den heutigen Stand zu bringen. Er hat inzwischen in vielen Arbeitsstunden diese beiden Listen überarbeitet und Adressen und Daten mithilfe von Anschreiben und Telefonaten überprüft und dann gegebenenfalls richtig gestellt. Inzwischen verstorbene Personen wurden in einer extra Liste zusammengefasst. Durch Anschreiben von Unterstützern konnte er 26 Personen bewegen, in den Status eines Mitglieds zu wechseln. Damit hat der Münchner Kreis ak-tuell rund 100 Mitglieder und rund 900 Unterstützer.
Etliche Personen haben auf die Anschreiben von Christoph Nobs mit persönlichen Brie-fen geantwortet. Er las aus solchen Briefen vor. Die Anwesenden waren betroffen dar-über, wie engagierte kirchliche Mitarbeiter heute ihre tiefe Enttäuschung formulieren über die kath. Kirche und ihre Leitung, weil sie einfach nicht zu echten Reformen bereit ist und notwendige Entwicklungen verzögert.

TOP 7: Verschiedenes

Als Termin für das nächste Treffen wird vorgesehen der 30.10.2026 um 15 Uhr in St. Heinrich.

Verantwortlich für das Protokoll
Dr. Franz Hauber (Sprecherteam)


Drei Anhänge:

1. Wer ist der neue Sprecher Klaus Fabian?
Klaus Fabian schreibt über die Motivation für das Sprecheramt:

Als junger Gymnasiast habe ich eine frühe Konzilsauswirkung ganz konkret erlebt. 1967 stand für die weltweiten Gruppen der MC Marianische Kongregation die Entscheidung an, ob sie den Schritt zu einer GCL Gemeinschaft Christlichen Lebens tun wollten – ganz im Sinne des konziliaren Aufbruchs und in Rückbesinnung auf das, was Pater Leunis SJ in Rom vor mehr als 300 Jahren mit der Gründung der MC gewollt hatte: Ge-meinschaft von Menschen, die ihren Glauben aktiv in der und für die Welt leben (also nicht nur Maiandachten, Banner-Wallfahrten und fromme Anbetung).
Zur Entscheidung waren wir alle als Mitglieder gefragt, nicht nur der Pater Präses. Aus unserer Schüler-MC wurde Jugend-GCL. Später war ich im Leitungsteam der deutschen Studenten-GCL und habe da auch für unsere Werkwochen Bibel-Arbeit gemacht. So kam ich zum Interesse an Theologie und am konziliaren Aufbruch der Kirche – und er-lebte den Beginn einer Öffnung und De-Klerikalisierung unserer Kirche.
Leider sind viele Hoffnungen nicht in Erfüllung gegangen, manches wird inzwischen wieder zurück geschraubt. Es ist also wichtig, weiter an die Errungenschaften des Kon-zils und der Würzburger Synode zu erinnern und unsere Reformanliegen weiter zu ver-treten.
Klaus Fabian

2. Auszug aus der Pressemitteilung vom 16.1.2025 des Erzbistums, Vierte Sitzung des Synodalen Gremiums im Erzbistum München und Freising


Bei der jüngsten Sitzung hat Kardinal Reinhard Marx das Gremium zum aktuellen Stand bei der Umsetzung der bereits beschlossenen Voten zur Traubefugnis für Laien und zur Predigt von Laien auch in der Eucharistiefeier informiert. Um eine Traubefugnis für Laien zu erwirken, hat sich der Erzbischof von München und Freising zwischenzeitlich mit einem Schreiben an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ge-wandt, da ein nächster Schritt in dieser Hinsicht durch die Bischofskonferenz erfolgen müsste. Zur Predigt von Laien besteht nach den Gesprächen von Vertretern der DBK mit Vertretern der Römischen Kurie im November noch Abstimmungsbedarf auf übergeord-neter Ebene. Das Synodale Gremium hatte sich in seiner vorhergehenden Sitzung zu-dem geschlossen dafür ausgesprochen und dem Erzbischof empfohlen, im Erzbistum München und Freising im Bedarfsfall die Übernahme der Leitung von kirchlichen Trau-erfeiern und Begräbnissen durch speziell hierzu befähigte Ehrenamtliche zu ermögli-chen. Sie sollen dabei nicht den Dienst der Hauptamtlichen in diesem Feld ersetzen, sondern ergänzen, je nach den lokalen Möglichkeiten und dem Bedarf vor Ort. Zwi-schenzeitlich hat eine Arbeitsgruppe hierfür ein Ausbildungskonzept erarbeitet und wei-tere relevante Fragen für die Einführung dieses Dienstes geklärt. Im Laufe des kommen-den Jahres soll dieses Modell dann eingeführt werden.

Die vollständige Pressemitteilung steht unter: https://www.erzbistum-muenchen.de/news/bistum/Vierte-Sitzung-des-Synodalen-Gremiums-im-Erzbistum-Muenchen-und-Freising-49688.news

3. Gedanken zur Haltung der Amtskirche bezüglich notwendiger Reformen

Bei Top 6 wurde ein Brief eines Mitglieds an den Münchner Kreis vorgelesen. Da dieser Brief exemplarisch für die Gedanken vieler Katholiken angesichts des Schneckentem-pos bei kirchlichen Reformen steht, wird er hier mit Einverständnis des Verfassers wie-dergegeben.

Jan. 2026

Sehr geehrte Damen und Herren vom Münchner Kreis! Liebe ehemalige Kolleginnen und Kollegen!
Ich möchte Euch mitteilen, dass ich inzwischen aus der Kirche ausgetreten bin. Ich war fast 40 Jahre lang im Kirchendienst, als Gemeindereferent und Religionslehrer tätig und habe mich in die-ser Zeit immer aktiv für Reformen engagiert. Ich war Mitglied im Pastoralen Forum unter Kardinal Wetter, habe eine Zeit lang beim Diözesanrat mitgearbeitet. Ich habe mich beim Kirchenvolksbe-gehren 1995 engagiert…
Alle diese Dinge sind im Sande verlaufen. Die Kirchenleitung unter Kardinal Wetter und Marx, so-wie Rom zeigen bisher keinerlei Bereitschaft für echte Reformen in unserem Sinne:
Diakonat der Frau, Zölibat abschaffen, Geschwisterlichkeit und Mitbestimmung. Alle diese Versu-che wurden letztlich ohne Ergebnis abgelehnt. Inzwischen bin ich im Ruhestand.
Ich brauche diese Kirche nicht mehr, die Kirche braucht mich auch nicht mehr. So habe ich mich entschieden auszutreten 2025. Ich werde es wohl nicht mehr erleben, dass es unter diesem neuen Papst zu Reformen kommt. Darum bin ich auch nicht mehr bereit diese römisch-katholische Kirche finanziell zu unterstützen. Ich erlebe vor Ort wie immer mehr Gemeinden ohne Seelsorger sind, die Katholiken auf sich alleine gestellt sind. Die meiste Arbeit machen inzwischen Ehrenamtliche (vor allem Frauen).
Das bedeutet aber nicht, dass ich meinen Glauben an den Gott Jesu Christi aufgebe. Ich möchte weiterhin als Christ mein Leben gestalten, ich sehe mich als freier Christ. Wobei ich mir im Klaren bin, dass zum Christsein auch Gemeinschaft gehört. Ich finde zum Glück immer wieder Menschen denen es ähnlich geht, die ihren Glauben frei leben wollen ohne an eine große Kirche gebunden zu sein.
Ich hoffe, dass ich dennoch immer wieder Mitchristen finde, die diesen Weg mit mir weiter gehen.
Ich möchte Euch, Ihnen allen herzlich danken für all die Mühe, Euer Engagement über Jahrzehnte hinweg. Ich habe die Kraft, Energie und Gesundheit nicht mehr hier weiterzumachen.
Ich hoffe natürlich, dass all euer Engagement für eine geschwisterliche, lebendige Kirche war und ist nicht vergebens, sondern macht Sinn, auch wenn wir es heute nicht erkennen.
In diesem Sinne verblieb ich verbunden mit allen Christen, die ihr Christsein leben wollen in dieser oder in einer anderen Konfession, oder ohne Kirche.
Mit geschwisterlichen Grüßen

XXX (Der Verfasser ist dem Sprecherteam bekannt.)

Betrachten wir die Fakten:
Die katholische Kirche verliert in Deutschland seit vielen Jahren dramatisch Mitglieder (2025 traten in Bayern 81.800 Mitglieder aus der Kath. Kirche aus) und alle Prognosen sagen, es wird in Zukunft so weiter gehen. Es werden kaum mehr neue Priester geweiht (2025 gab es in Bayern nur sechs Priesterweihen). Die jüngeren Generationen haben kaum mehr einen Bezug zur Kirche.
Es ist mit hoher Sicherheit davon auszugehen, dass die Kath. Kirche in Europa und zeitverzögert auch in anderen Kontinenten zu einer kleinen unbedeutenden Restkirche schrumpfen wird.

Quellen:
Pollack, Detlef; Rosta, Gergely: Religion in der Moderne. Ein internationaler Vergleich, 2025
Sechste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, 2023
Studie zum Rückgang der Religionen, Universität Lausanne, Universität Oxford und Pew Research Center: The three stages of religious decline around the world, erschienen in Nature Communications, https://www.nature.com/articles/s41467-025-62452-z

Trotz dieser dramatischen Situation und trotz des Auftrags Jesu, dass die Kirche für die Menschen da sein soll (und nicht umgekehrt), bremst die Amtskirche die dringend not-wendigen Reformen immer wieder aus.
In einer ähnlichen katastrophalen Situation würden in der Wirtschaft und im Staat die Verantwortlichen schnell entlassen werden. Angesichts der dramatischen Datenlage ist das Handeln der Amtskirche mit ihrem jahrzehntelangen Reformstau absolut unver-ständlich.
Die Folge ist, dass immer mehr auch bisher engagierte Kirchenmitglieder frustriert der Kirche den Rücken zuwenden (wie der obige Brief zeigt).
Auch wenn davon auszugehen ist, dass die jetzige Kirche ihrem Ende entgegengeht, möchten wir im Münchner Kreis nicht aufgeben und immer wieder für Kirchenreformen eintreten, zusammen mit vielen anderen Reformgruppen. Nur wenn nicht geweihte kirchliche Mitarbeiter mit immer mehr Rechten ausgestattet werden, können unsere Kir-chengemeinden vor Ort auf Dauer überleben, und nur so kann Seelsorge vor Ort gewährleistet werden.

 

Kurzform des Protokolls vom Treffen am Freitag, 24.10.2025 in St. Heinrich

Anfangs ist auch ein Team des Bayerischen Fernsehens anwesend. Im Bayerischen Fernsehen gibt es die regelmäßige Sendung „Stationen“ mit kirchlichen Themen. Am 5.11.2025 lautet das Thema von „Stationen“: Aufbruch verspielt? – 50 Jahre nach der Würzburger Synode

Anlässlich dieser Sendung wird unsere Runde kurz gefilmt und Ulrike Leininger und Dr. Edgar Büttner länger interviewt. (Hinweis: Die Sendung kann man noch in der ARD-Mediathek anschauen. https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNFdPMDE2NzI1QTA)

TOP 1: Begrüßung und Geistliches Wort

Ulrike Leininger begrüßt nicht nur die Mitglieder des Münchner Kreises, sondern auch ein Team des Bayerischen Fernsehens, das anfangs anwesend war.

Dann stellt Ulrike Leininger die Frage: Was bringt unsere Arbeit im Münchner Kreis eigentlich? Um hier Mut zu machen und zu helfen, nicht aufzugeben, liest sie kurze Texte vor:

Ruth Pfau: Was kann ein Einzelner tun, sagen Tausend Menschen.

Aus Wahlsprüchen der Jesuiten: Wir tun, was wir können – mehr können wir nicht tun. Weitermachen ist Unsinn, aber Aufhören ist noch unsinniger, also machen wir weiter.

TOP 2: Befindlichkeiten der anwesenden Mitglieder

Grundtenor in den Kurzberichten der einzelnen Mitglieder: Man könnte manchmal resignieren, weil so wenig vorwärts geht, aber Resignation ist keine Option für uns. Es gibt dennoch immer wieder kleine Hoffnungszeichen bzgl. Reformen in der Kirche!

TOP 3: Rückblick auf das Protokoll vom 28.3.2025

Das Protokoll wird einstimmig vom Münchner Kreis genehmigt.

TOP 4: Verschiedenes, das jetzt gesagt werden soll

Unser Sprecher Diakon Wolfgang Baldes (seit Oktober 2022) und Mitglied im MK seit 2012/2013 wird sich heute am 24.10.2025 aus dem Sprecherkreis zurückziehen.

Er sieht als Sprecher keine Gestaltungsmöglichkeit mehr. Die Motivation, damals als Sprecher zu wirken, war es: das synodale Gremium durch den MK kritisch zu begleiten. Außerdem hoffte er auf Kardinal Marx, auf durch ihn durchgeführte Reformen, die aber ausgeblieben sind.

TOP 5: Wie läuft es mit dem Synodalen Gremium?

Beim Verschicken des letzten Protokolls (vom 28.3.2025) wurde im Anhang die Presserklärung des Erzbistums (vom 1.4.2025) zur Sitzung des Synodalen Gremiums angefügt. Von dieser Presseerklärung her konnten wir mit der Arbeit des Synodalen Gremiums zufrieden sein, denn es legte Kardinal Marx Voten zur Erlaubnis der Predigt von Laien auch in Eucharistiefeiern sowie zur Einführung einer Traubefugnis für Laien zur Prüfung und Entscheidung zum weiteren Vorgehen vor. Ebenso empfahl das Synodale Gremium, speziell hierzu befähigten Ehrenamtlichen die Leitung von kirchlichen Trauerfeiern und Begräbnissen zu ermöglichen.

Diese Empfehlungen entsprechen dem Gespräch, das die Sprecher des Münchner Kreises (zusammen mit Vertretern anderer Reformgruppen) am 4.12.2024 im Ordinariat mit Dr. Florian Schuppe und Dr. Armin Wouters (zuständig für das Synodale Gremium) hatten.

In der Presserklärung hieß es dann: Der Kardinal wird nun die beschlossenen Voten prüfen. „Die Voten sollen in nächster Zeit zusammen mit seiner Reaktion und der Entscheidung über nächste Schritte veröffentlicht werden.“

Wir warteten nun den ganzen Sommer lang auf diese Veröffentlichung. Da nichts geschah, schrieb das Sprecherteam am 1.10.2025 eine E-Mail an Dr. Schuppe (siehe Anhang – unser Schreiben hatten wir mit anderen Reformgruppen abgestimmt). Darin baten wir Herrn Dr. Schuppe, uns über den aktuellen Stand zu informieren. Außerdem baten wir Herrn Dr. Schuppe, sich für eine bessere Sichtbarkeit des Synodalen Gremiums auf der Homepage der Erzdiözese sowie für eine aktuelle Gestaltung des Internetauftritts des Synodalen Gremiums einzusetzen.

Leider erhielten wir bisher keine Antwort auf unser Schreiben.

Darüber zeigen sich die anwesenden Mitglieder des Münchner Kreises enttäuscht. Aus unserer Sicht scheint es, als würde der Kardinal notwendige Reformen verzögern.

Trotz der geäußerten Enttäuschung stimmt man darüber überein, nicht aufzugeben. Der Münchner Kreis solle weiterhin ein „Stachel“ in der diözesanen Amtskirche sein und für Reformen eintreten, entsprechend den Interessen der in der Pastoral Tätigen in unserer Erzdiözese.

Nun berichtet Paul Ulbrich von seiner 2. Recherche (zusammen mit Konrad Mundo vom Bundesteam für Wir-sind-Kirche) im Internet auf den Webseiten aller deutschen Diözesen, um herauszufinden, wie es mit Aktivitäten hinsichtlich mehr Synodalität in den Diözesen steht (https://www.wir-sind-kirche.de/files/wsk/2025/20251002%20Recherche_2_dt_Bist%C3%BCmer%20nach%20Weltsynode-CW_4.pdf). Das Ergebnis der Recherche bezeichnet Paul Ulbrich als ernüchternd. Man merke, dass etliche Bischöfe sich schwer damit tun, synodalen Gremien nicht nur Mitberatung, sondern auch Mitentscheidung zuzugestehen. Auf den Webseiten der meisten Diözesen gibt es nur wenig Informationen zum deutschen und weltweiten Synodalen Weg und auch kaum aktuelle Informationen. Es scheint also nur wenig vorwärts zu gehen.

Die Sprecher des Münchner Kreises nehmen regelmäßig an den Treffen der Pfarrer-Initiative Deutschland (https://www.pfarrer-initiative.de/   Zusammenschluss reformorientierter Priester und Diakone) teil. Ulrike Leininger berichtet kurz vom letzten Treffen im September 2025. In den meisten deutschen Diözesen gehen Reformprozesse nur sehr langsam voran, in wenigen (Limburg, Freiburg, Stuttgart) besser. In Freiburg und Stuttgart lasse man verheiratete Priester sogar als Pastoralreferenten zu. Auch auf der Weltebene ist die synodale Entwicklung sehr unterschiedlich. Sehr traurig mache eine Entwicklung in den USA, wo sich fundamentalistische Katholiken Präsident Trump zuwenden und die Kirche von der Politik missbraucht wird.

TOP 5: Verschiedenes

5.1  Rückblick auf die Veranstaltung Dombergakademie: 100 Tage Papst Leo XIV.

Ulrike Leininger berichtet von Darlegungen von Sr. Birgit Weiler MMS (Prof. Dr. Birgit Weiler gehört dem Orden der Missionsärztlichen Schwestern an und arbeitet auch in Peru). Diese kennt Papst Leo XIV. persönlich aus seiner Zeit als Bischof in Peru. Nach Sr. Weiler könne Papst Leo XIV. gut zuhören und sei offen in Gesprächen. Er schätze die synodalen Ebenen und hört auf die Menschen, wie es ihnen geht. Er taktiere aber sehr vorsichtig. Von daher sei es zweifelhaft, ob es mit ihm wirklich bahnbrechende Reformen geben wird.

5.2  Gruppe „Synodal-in-Augsburg“ – Digitaler „Koffer Synodalität – Wir gestalten Kirche – Praktisches für die Praxis“

In der Diözese Augsburg gibt es die Gruppe „Synodal-in-Augsburg“. Von dieser berichtet Paul Ulbrich. Diese Gruppe fragte sich, wie man Synodalität in den Gemeinden fördern und stärken könne. Daraus entstand der „Digitale Koffer Synodalität – Wir gestalten Kirche – Praktisches für die Praxis“ (https://padlet.com/eweissenhorn/digitaler-koffer-synodalit-t-wir-gestalten-kirche-praktische-bruuxshroj2sbass). Man hatte weiter die Idee, Bildkarten zu entwerfen und auf diese Sätze aus dem Schlussdokument der Weltsynode (2024) und aus der Schlussansprache des Papstes (Titel: Für eine synodale Kirche, 26.10.2024) aufzudrucken (https://padlet.com/eweissenhorn/digitaler-koffer-synodalit-t-wir-gestalten-kirche-praktische-bruuxshroj2sbass/wish/E1P8aX7Kz1vEWwA9).

Diese Karten sollen Pfarrgemeinden und kirchliche Gruppierungen anregen, sich mit Synodalität auseinanderzusetzen und konkrete Schritte für synodales Handeln vor Ort zu entwickeln. Im Anhang sind Beispiele solcher Karten angefügt. In Gruppen in den Pfarrgemeinden sollen sich alle Teilnehmenden z. B. drei der ausgelegten Karten nehmen, die sie besonders ansprechen. Dann soll ein Gedankenaustausch in der Gruppe erfolgen. Der „Koffer“ enthält auch viele Anregungen und Materialien, die von den im März 2026 neu gewählten Pfarrgemeinderäten im Hinblick auf Synodalität verwendet werden können.

5.3  Vernetzung der Reformgruppen untereinander

Es wird, wie schon bei früheren Treffen, die Vernetzung mit anderen kirchlichen Reformgruppen besprochen. Paul Ulbrich weist darauf hin, wie wichtig diese Vernetzung ist, um endlich mehr Reformen in der Kirche zu erreichen. Der Münchner Kreis ist eng vernetzt mit „Wir-sind-Kirche“, der „Gemeindeinitiative“, „Maria 2.0“, Ordensfrauen für Menschenwürde (OFMW) sowie der „Pfarrer-Initiative Deutschland“. Auch der Blick auf internationale Gruppen, die Reformen in der Kirche anstreben ist wichtig. Als Beispiel wird genannt: SPIRIT UNBOUNDED (der grenzenlose Geist, https://spiritunbounded.org/)

Wenn man weiß, was in den anderen Gruppen, Regionen und Ländern an Reformen geschieht, erhält man auch Anregungen und Motivationen für die eigene Gruppe.

Hingewiesen wird auf das Problem, dass alle Reformgruppen sich sehr schwertun, jüngere Mitglieder zu finden.

5.5   Zukünftige Arbeit des „Münchner Kreises“

Folgende Denkmodelle werden diskutiert:

1. Verstärkte Arbeit des „Münchner Kreises“, auch in der Öffentlichkeit und über die Medien, um notwendige kirchliche Reformen vorwärts zu bringen.

2. Weiterarbeit wie bisher.

3. Auflösung des „Münchner Kreises“, weil unsere Arbeit zu wenig bewirkt angesichts der vielfältigen Verweigerungshaltung der Amtskirche.

Die Diskussion ergibt mehrheitlich eine Entscheidung für eine Weiterarbeit wie bisher.

Gegen das Denkmodell 1 spricht, dass die Anwesenden nicht noch mehr Zeit, Kraft und Engagement aufbringen können wie bisher. An sich wäre eine Arbeit laut 1) das Beste, doch uns fehlen die Ressourcen dafür. Sollten einige Mitglieder die Zeit und die Kraft zu größeren Aktionen haben, soll das unterstützt werden.

Für eine Auflösung des „Münchner Kreises“ (das Denkmodell 3 haben wir früher schon öfters diskutiert) spricht:

Tatsache ist, dass die Kirchen in Deutschland in den nächsten 10 bis 20 Jahren weiter einen starken Mitgliederschwund erleben werden und immer unbedeutender werden (siehe alle wissenschaftlichen demoskopischen Untersuchungen, sechste Kirchenmitgliedschaftsunter-suchung, Detlef Pollack: Religion in der Moderne. Ein internationaler Vergleich, 2025).

Die Amtskirche hat auch nicht erkannt, dass neben Strukturreformen dringend auch Reformen in den Glaubensinhalten notwendig sind (mit dem 1700 Jahre alten Glaubensbekenntnis von Nizäa können heute die meisten Christen bei uns nichts mehr anfangen).

Tatsache ist weiter, dass es zwar ganz langsam Reformen in der Kath. Kirche gibt (siehe Synodaler Weg), aber diese Reformen so langsam vorangehen, dass es wohl zu spät sein wird, wenn sie einmal Erfolg haben werden.

Ein Bespiel hierzu: Ulrike Leininger wies während des heutigen Treffens in dem Interview des Bay. Fernsehens mit ihr eindringlich darauf hin, wie notwendig eine sofortige Einführung des Diakonats für Frauen wäre. Heute würden sich sicher viele Frauen sofort weihen lassen.

Wenn sich aber die Amtskirche erst in 10 Jahren oder noch später für ein Diakonat der Frau entscheiden wird, ist zu befürchten, dass sich nur noch wenige Frauen in Deutschland für eine Weihe finden. Ein Interesse an dieser Weihe wird nur noch bei wenigen da sein.

Kurz: Die Amtskirche hat nicht erkannt, dass Reformen sofort erfolgen müssen, wenn der Niedergang der Kirche aufgehalten werden soll.

In der Diskussion entschied man sich trotz dieser Tatsachen für den Weg 2. Wir wollen nicht aufgeben und uns weiterhin, im Rahmen unserer Kräfte, für Reformschritte einsetzen.

Als Termin für das nächste Treffen wird der 27.2.2026 in St. Heinrich in Aussicht genommen.

Pfarrer Stefan Menzel    und     Dr. Franz Hauber

Anhänge

E-Mail des Sprecherteams vom 1.10.2025 eine E-Mail an Dr. Florian Schuppe

Fachbereichsleiter im Ressort Grundsatzfragen und Strategie, im Ordinariat München

Ansprechpartner für Synodalen Weg, Synodales Gremium und Weltsynode

Betrifft: Bitten der Initiative Münchner Kreis bezüglich des Synodalen Gremiums

Sehr geehrter Herr Dr. Schuppe,

das Sprecherteam der Initiative Münchner Kreis (www.initiative-muenchner-kreis.de) möchte sich heute mit Anliegen bezüglich des Synodalen Gremiums an Sie wenden.

In diesem Zusammenhang dürfen wir auch auf unseren früheren E-Mail-Verkehr mit Ihnen verweisen.

Am 4.12.2024 empfingen Sie uns, zusammen mit anderen Vertretern kirchlicher Reformgruppen, zu einem Gespräch im Ordinariat. Wir trugen Ihnen unsere Bitten vor, nicht ordinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im kirchlichen Dienst mehr pastorale Aufgaben zu übertragen, damit vor Ort lebendige Gemeinden erhalten bleiben können. Wir sprachen folgende pastorale Aufgaben an: Taufbefugnis, Eheassistenz, Begräbnisse, Predigten in Eucharistiefeiern, Sterbebegleitung mit Krankensalbung. Wir baten Sie, unsere Bitten in die Sitzungen des Synodalen Gremiums einzubringen.

Die letzte Sitzung des Synodalen Gremiums fand am 1.4.2025 statt. In der anschließenden Presseerklärung hieß es:

„Das Synodale Gremium im Erzbistum München und Freising hat Erzbischof Kardinal Reinhard Marx Voten zur Erlaubnis der Predigt von Laien auch in Eucharistiefeiern sowie zur Einführung einer Traubefugnis für Laien zur Prüfung und Entscheidung zum weiteren Vorgehen vorgelegt. Mit Laien sind hier pastorale Mitarbeitende gemeint, die keine Priester oder Diakone sind. Ebenso empfahl das zweimal pro Jahr tagende Synodale Gremium, speziell hierzu befähigten Ehrenamtlichen die Leitung von kirchlichen Trauerfeiern und Begräbnissen zu ermöglichen.

Weiter heißt es in dieser Pressemitteilung

„Im nächsten Schritt wird Kardinal Marx diese nun prüfen. Die Voten sollen in nächster Zeit zusammen mit seiner Reaktion und der Entscheidung über nächste Schritte veröffentlicht werden.“

Seit dem 1.4 2025 haben wir nun nichts von einer solchen Veröffentlichung gelesen. Leider fanden wir auch auf der Homepage des Erzbistums bis heute nichts über die angekündigten Reaktionen und der Entscheidungen.

Wir bitten Sie, uns über den aktuellen Stand zu informieren.

Als wir in den letzten Tagen auf der Internetseite unseres Erzbistums dazu recherchierten, war es nicht leicht, eine Unterseite „Synodales Gremium“ zu finden. Wir stellten dann fest, dass diese Unterseite keine aktualisierten Daten und Berichte über die Arbeit des Gremiums enthielt. Dies ist aus unserer Sicht bedauerlich, dann in der Synodalität liegt auch nach Ansicht des Vatikans und der Deutschen Bischofskonferenz ein wichtiger Baustein für eine gute Zukunft unserer Kirche.

Auffallend war auch, dass die Bereiche der Website zum deutschen Synodalen Weg und zur Weltsynode nicht mit aktuellen Informationen oder Links versehen sind.

Wir bitten Sie, sich für ein besseres Sichtbarsein des Synodalen Gremiums auf der Homepage der Erzdiözese sowie für eine aktuelle Gestaltung des Internetauftritts des Synodalen Gremiums einzusetzen.

Sehr geehrter Herr Dr. Schuppe, das Sprecherteam der Initiative Münchner Kreis bittet Sie, sich weiterhin für einen Erfolg der Arbeit des Synodalen Gremiums einzusetzen.

Die dramatischen Austrittszahlen in der Katholischen Kirche Deutschlands und in unserer Erzdiözese beunruhigen uns sehr. Wir möchten mitarbeiten in einer mehr synodal verfassten Kirche und bitten Sie um Ihre Unterstützung.

In christlicher Verbundenheit

Wolfgang Baldes     Ulrike Leininger     Dr. Franz Hauber

(Sprecherteam der Initiative Münchner Kreis)

Beispiele von Bildkarten aus dem „Koffer Synodalität“

Mögliche Impulsfragen

  • Welche Karte (welches Bild, welcher Text) spricht mich spontan an?
  • Ich wünsche mir eine Kirche … Suchen Sie sich dazu eine Karte aus!
  • Wählen Sie sich 5 Karten aus, um daraus ein Statement zur Zukunft Ihrer Gruppe, Ihres Verbandes, Ihrer Pfarrgemeinde, der Kirche … zu halten!
  • Ich engagiere mich in der Gesellschaft, in der Kirche …, weil … Suchen Sie sich dazu bis zu 3 passende Karten aus!

 

Neues Mitglied im Sprecherteam: Dr. Franz Hauber

Beim Treffen des Münchner Kreises am 18.10.2024 erklärte sich Herr Dr. Franz Hauber bereit, künftig im Sprecherteam mitzuarbeiten. Der Fortbestand des Münchner Kreises erscheint ihm wichtig und dies führte zu seinem Entschluss zur Mitarbeit.

Einige Daten zu seiner Person:
Ich bin in München (Pfarrei Fronleichnam) aufgewachsen. Hier hatte ich schon früh etliche Ämter in der Pfar-rei. An der Universität München studierte ich Theologie, Biologie und Chemie. Dann wurde ich Lehrer für Re-ligionslehre, Biologie und Chemie am Gymnasium Pullach und weiteren Gymnasien in Bayern. Ich arbeitete in Lehrerverbänden, z. B. im KRGB (Verband der kath. Religionslehrer/innen an den Gymnasien in Bayern) mit. Heute arbeite in mehreren Arbeitsgruppen mit, die sich um Reformen in der Kirche bemühen. Außerdem arbeitet ich in Grenzgebieten zwischen Theologie und Naturwissenschaften (z. B. Ethik in der Medizin, Neu-robiologie, Gentechnik).
Mein Wunsch ist, dass es in Deutschland auch in Zukunft noch eine Kirche gibt, die nicht in der gesell-schaftlichen Bedeutungslosigkeit verschwunden ist und damit die Welt nur von Machtmenschen und Tech-Konzernen beherrscht würde.
Um dieses Ziel zu erreichen, sind meiner Meinung nach Strukturreformen in der Kath. Kirche (Stellung der Frau, demokratische Entscheidungen usw.) zwingend notwendig, doch zusätzlich muss auch an Reformen bezüglich der Glaubenslehren der Kirche gearbeitet werden. Insbesondere jüngere Menschen können mit vielen traditionellen Glaubenslehren der Kirche nichts mehr anfangen und verlassen deshalb die Kirche.